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14.01.2012 Lawinenseminar auf der Genneralm 1 Tag voller Erfolg (SL/SL)
Geschrieben von: Ferdinand Farthofer   
Samstag, den 14. Januar 2012 um 19:47 Uhr

14.01.2012 Lawinenseminar auf der Genneralm 1. Tag, voller Erfolg (SL/SL)



Geübt wie es geht, Kameradenhilfe.


Stellen sie sich mal vor, Wochenende ist es hat eine Menge geschneit sie hatten die ganze Woche Stress ind er Arbeit und was gibt es nun Schöneres als hinaus in die Berge mit Freunden eine Skitour hinauf zum Gipfel deiner Wahl.
An alles ist gedacht gute Kleidung, Skier sind gewachselt, der Rucksack gepackt und die dringend erforderliche Ausrüstung bestehend Lawinen Pips, Sonde und Schaufel sowie das Erstenhilfepaket und das Handy alles ist mit dabei.

Das wetter ist alles andere als prächtig doch sich körperlich zu bewegen in endlich ind er freien Natur zu sein ist Ausgleich genug.
Oberhalb der Waldgrenze bläst der Wind und man merkt irgendwie der Schnee wird schon sehr stark verfrachtet doch es geht weiter hinauf bis zum Gipfel, dort oben noch schnell die Felle von den Brettern und dann ab ins Abfahrtsvergnügen.

Risikomanagement wird wirklich vernachlässigt und dann passiert es plötzlich völlig unerwartet, es trifft die Gruppe wie ein Paukenschlag ein Schneebrett, einer der Kameraden wird mitgerissen, in rasender Fahrt rauscht er mit den Schneemassen Richtung Tal, anfangs kann man ihn noch sehen doch dann ist er weg verschluckt und ind er Lawine untergegangen.

Nun heißt es richtig handeln, was muss ich nun tun, selbst bis über beide Ohren mit Adrenalin des Schockes wegen vollgepumpt heißt es nun richtig und besonnen handeln.


Gerade dieses Handeln das versuchte auch dieses Jahr wieder einmal die Bergretter der Ortsstelle Salzburg begeisterten Skitourengehner varianten Fahrern beizubringen.
In ihrem alljährlichen Lawinenseminar wurde den 42 Gästen des heutigen Tages zunächst in einer theoretischen Ausbildung das Grundwissen vermittelt, wie eine Tourenplanung notwendig ist wie man sich verhalten sollte wenn das Unglück passiert ist und wie man mit seinen Rettungsausrüstungsgeräten umgeht.

Anschließend erfolgte im Stationsbetrieb das Praktische das Üben mit Pips Sonde und Schaufel, das Versorgen eines Verschütteten und vieles mehr und das an dem heutigen Tag bei Stürmischen und gerade auch den professionellen Helfern äußerst schwierigen Bedingungen.

Aber gerade so ein Wetter ist oftmals das Wetter an dem die Kameradenhilfe aber auch die Retter dann besonders gefordert ist den Flugwetter für Hubschrauber ist nicht und so muss zu fuß aufgestiegen werden und das verzögert natürlich alles.

Ein Verschütteter in der Lawine der sonst keine weiteren Verletzungen erlitten hat, hat in den ersten 18 Minuten nach seiner Verschüttung die Größten Überlebenschangen danach nimmt es gravierend ab.

Deswegen ist die Kameradenhilfe das wichtigste Glied in der Rettungskette den, wenn diese nicht funktioniert, weil nicht gekonnt dann ist die Überlebenschange äußerst gering.

Die 42 Kursteilnehmerinnen und Nehmer waren hell auf begeistert von der Ausbildungsmöglichkeit und konnten mit einigem Neunen Erfahrungen und Wissen gegen späten Nachmittag die Heimreise antreten.

Bericht & Fotos & Video Salzburgsberge.



 
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